Scroll to Content

Angetrieben durch den Ausbau der Elektromobilität, ist Lithium zu einem Rohstoff mit strategischer Bedeutung geworden. Weltweit ist der Bedarf in den vergangenen Jahren stark gestiegen. „Bis 2030 wird die Nachfrage nochmal um das Fünf- bis Siebenfache wachsen“, prognostiziert Michael Schmidt von der Deutschen Rohstoffagentur.
Bisher ist man in Europa vollständig auf Lithiumimporte angewiesen. Die Europäische Union hat sich nun zum Ziel gesetzt, bis 2030 mindestens zehn Prozent des Bedarfs aus eigener Gewinnung zu decken. Zudem will man Lithium hier weiterverarbeiten, Batterien herstellen und das Recycling ankurbeln. Es geht um den Aufbau eines Lithiumkreislaufs in Europa. Kann das funktionieren? Und welche Folgen hätte der Lithiumabbau für die Umwelt?

Der Film sucht Orte auf, an denen sich der Erfolg eines europäischen Lithiumkreislaufs entscheiden könnte: Etwa ein Steinbruch im französische Zentralmassiv, wo laut Plänen eines Bergbaukonzerns bald eine der größten Lithiumminen Europas entstehen soll; oder eine Pilotanlage im Oberrheingraben, wo Lithium nicht aus dem Gestein, sondern aus heißen Tiefenwässern gefördert wird.Ob in der Raffinerie, in einer Forschungsfabrik für Batteriezellen oder einer Recyclinganlage für E-Autobatterien: An jeder Etappe zeigen sich technologische Herausforderungen für den Aufbau eines Lithiumkreislaufs. Der Film begleitet Wissenschaftler, die an ressourcenschonenden Methoden der Lithiumgewinnung forschen und lässt Experten zu Wort kommen, die untersuchen, wie viel Lithium Europa tatsächlich benötigt, um seine Verkehrswende zu vollziehen.

Ein Film von Lucas Gries.

Im Auftrag des HR in Zusammenarbeit mit ARTE.